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Erscheinung des Herrn 2001 |
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Autor: Pfarrer Poschenrieder |
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Mt 2,1-12
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn! Das Fest der Erscheinung des Herrn ist uns besser bekannt unter dem Namen Fest der Heiligen Drei Könige. Überall in diesen Tagen sind die sogenannten Sternsinger unterwegs. Auch in Ybbs sind viele Gruppen durch die Straßen gewandert und haben fleißig gesungen und ihre auswendig gelernten Sprüche aufgesagt. In diesem Jahr konnten wir einen neuen Rekord erzielen. Es gelang uns das erste Mal die 70.000 Schilling Marke zu übertreffen. Momentan sind es sogar schon über 76.000 Schilling und es kommen immer noch Spenden von Leuten, die an diesem Tag gerade nicht zu Hause waren. Da müssen wir recht herzlich danken. Damit kann viel Gutes getan werden an Menschen, die nicht so wohlhabend sind wie wir. Die Gruppe bestand immer aus den 3 Königen, dem Sternträger und einem Begleiter. Wir wollen uns daran erinnern, dass bei den Weisen aus dem Morgenland die Geschichte ihren Teil dazu beigetragen hat, wo wir bei manchen Ausschmückungen nicht genau wissen, ob dies historisch so gewesen ist. Die Bibel spricht nur von den Weisen aus den Morgenland, die diese 3 Geschenke brachten. Man schloss aus den drei Geschenken auf drei Könige, die den Namen Kaspar, Melchior und Balthasar bekamen. Im 13. Jahrhundert so behaupten die Historiker, sei unter dem Einfluss der Kreuzzüge der König Kaspar zum Schwarzen geworden. Keiner weiß aber, ob nicht doch einer von ihnen schwarz war. Auf alle Fälle deuten wir die drei Könige auf die damals bekannten Erdkreise Europa, Afrika und Asien. Das heißt von überall her sind sie gekommen, um dem neugeborenen König zu huldigen. Die Sternsinger wollen auf 2
Dinge aufmerksam machen: Sie schenken ihm den Weihrauch. Wir verwenden an Hochfesten den Weihrauch in der Kirche. Er ist etwas besonderes. Er ist ein Geschenk für Gott. Und Myrrhe war u.a. auch eine Medizin. Eine Salbe, die mit Myrrhe zubereitet ist, wird auf Wunden aufgetragen, damit sie besser heilen. Darum ist Myrrhe auch das Zeichen für den Arzt, für Jesus als den Heiland, der unsere Wunden heilt. Die Sterndeuter bringen also vor Jesus ein Geschenk, das für den König passt (Gold), ein Geschenk, das für Gott passt (Weihrauch) und ein Geschenk, das für einen Arzt passt (Myrrhe). Alle diese Geschenk passen daher doch für Jesus. Für die Sterndeuter ist Jesus
der wahre König, der wahre Gott und der Heiland der ganzen Welt. Im Letzten sind die Geschenke der Weisen doch noch sehr geringe Gaben. Jesus will viel mehr von uns. Jesus will uns selbst, unser ganzes Leben. Schenken wir ihm unser Leben und vertrauen wir von ganzem Herzen. Seinem Stern wollen wir folgen, denn dieser wird uns an das Ziel unseres Lebens führen. Amen. |