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Christtag 2000

Autor: Pfarrer Poschenrieder

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Die Sonnenfinsternis am 11. August im vergangenen Jahr ist uns allen noch in bester Erinnerung. Ein Spektakel, von dem Rundfunk, Presse und Fernsehen tagelang vorher und danach noch ausführlich berichteten. Es war ein einmaliges Erlebnis, das viele Menschen live miterleben konnten. Ja, manche sind sogar aufgebrochen, haben sich auf den Weg gemacht und sind an den Ort gereist, wo die totale Sonnenfinsternis ist. Ich habe einen guten Freund im Waldviertel. Dort wo, er wohnt war nicht die totale Sonnenfinsternis zu sehen, daher ist er mit seiner Frau und seinem kleinen Baby aufgebrochen, mit dem Auto 2-3 Stunden gefahren um zum günstigsten Punkt zu gelangen.
Die heilige Familie ist damals auch aufgebrochen. Sie sind aber nicht mit dem Auto gefahren, sondern eine weite Strecke zu Fuß gegangen. Sie sind nicht aufgebrochen, um ein Ereignis zu sehen, sondern um sich in Steuerlisten eintragen zu lassen. Sie wollten kein Himmelsspektakel sehen, sondern gerade sie waren es, die andere aufbrechen ließen. Wegen dieses Kindes leuchtete der Stern. Die Sonnenfinsternis voriges Jahr war ein Zeichen der Natur, das alle zum Himmel blicken ließ. Der Stern, vor 2000 war auch ein Zeichen, wo viele zum Himmel blickten, der aber nicht auf sich selbst aufmerksam machen wollten, sondern auf jemand anderen!!! Er verweist auf das Jesuskind. Schaut nicht mich an, sondern schaut den an, auf den ich hinzeige.
Die Sonnenfinsternis verdunkelte kurz alles auf der Erde. Das Ereignis in Bethlehem aber erhellte die ganze Welt, brachte Licht zu den Menschen. Das sind die Unterschiede.

Der Himmel, die Sterne wurden von den Menschen schon immer beobachtet. Das war vor 2000 Jahren schon so und ist heute noch viel intensiver. Damals vor 2000 Jahren nun gab es keine Sonnenfinsternis, sondern genau das Gegenteil. Vielleicht haben sich mehrere Planeten überlappt und besonders hell geleuchtet. Ein unerklärliches Phänomen oder ein recht außergewöhliches Ereignis, wo sich damalige Sterndeuter aufgemacht haben und dem Stern gefolgt sind. Dieser besonders helle Stern im Westen bedeutete für sie die Geburt eines Königs. Da müssen wir aufbrechen und ihm Geschenke bringen.
Beim Vergleich dieser 2 Himmelphänomene, wird uns bewußt, von dieser Sonnenfinsternis spricht schon lange kein Mensch mehr. Wir können sie in Wissenschaftsbüchern nachlesen, doch der Stern von Betlehem, der leuchtet auch heute noch, der leuchtet in jeder Krippe, in jedem Haus, wo heute Weihnachten gefeiert wird. Dieser Stern zeigt heute noch auf das Jesuskind. Dieser Stern weist hin auf den Retter der Welt. Er leuchtet still vor sich hin. Er will ein Zeichen sein. Er bleibt über dem Stall stehen und sagt uns. Hier geschah die Rettung der Menschheit. Hier hat sich Gott ganz klein gemacht, ist ein Mensch geworden wie wir. Hier hat die Erösung begonnen und zwar ganz unscheinbar. Sie wurde nur von wenigen Leuten bemerkt.
Seit 2000 Jahren steigt stetig die Anzahl, die diesen Stern jedes Jahr sehen. Er leuchtet über die ganze Welt. Überall feiern die Menschen Weihnachten, die Geburt des Herrn. Ist das nicht eine große Freude?
Der Engel hat es Maria vorausgesagt: „Dieser Sohn, den sie gebären soll, wird groß sein und der Sohn des Allerhöchsten genannt werden. Er wird herrschen in Ewigkeit.“ Wie groß muß ihre Freude gewesen sein!
1. Die Freude über die wunderbare Geburt ihres Kindes.
2. Die Freude, dass es der Retter ist, auf den sie schon so lange gewartet haben.
Und sie bewahrte alles in ihrem Herzen. In ihrem Herzen war Maria überglücklich.
Auch uns schenkt Jesus dieses Glück im Herzen. Alle, die sich vorbereitet haben, auf dieses Fest, dürfen sich freuen, wenn heute Jesus selbst in der Kommunion zu uns kommt. Wir wollen dieses Herz so offen machen, wie die Krippe nach oben geöffnet ist. Dann legt Maria das Jesuskind auch in unser Herz hinein. Amen.

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