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Drei Könige 2000 - Erscheinung des Herrn

Autor: Pfarrer Poschenrieder

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Die Sterndeuter aus dem Osten sind uns alle bekannt als die heiligen 3 Könige. Interessant ist, wenn sie aufgepasst haben, daß im Evangelium kein Wort von Königen steht und daß wir auch nicht wissen, wie viele es waren. Aus den drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe hat man wahrscheinlich auf drei Personen geschlossen. Die Kostbarkeiten deuten an, daß es sich wahrscheinlich um angesehene Menschen gehandelt hat und so wurden schließlich Könige daraus, die den neugeborenen König der Juden suchen und die den König Herodes um Rat fragten.
Es waren Heiden aus fernen Ländern. Die ersten Heiden kommen zum Messias um ihm zu huldigen, um ihn anzubeten. Der Messias ist nicht nur für die Juden geboren, sondern für alle Menschen ist er auf die Erde gekommen, die Frohe Botschaft zu verkünden.
Es waren Sterndeuter, Astronome. Was können wir von ihnen lernen?

Sie haben aufmerksam beobachtet, alle Veränderungen. Der Stern wurde in ferne, fremde Länder ausgeschickt und hat diesen Magiern eine Botschaft verkündet. Es war die Botschaft von der Geburt des Messias. Der Stern war der erste Missionar.
Das Geld der Sternsingeraktion ist daher immer für die Mission bestimmt.
Liebe Brüder und Schwestern. Sie kennen die Bedeutung der Sterne. Sterne sind oft wichtige Wegweiser. Der Polarstern steht immer im Norden. Wenn man den gefunden hat, dann weiß man die Himmelsrichtung. Im Dunkel der Nacht haben die Sterne schon so manchem das Leben gerettet, weil sie ihm den richtigen Weg zeigten. Auch unser Stern ist so ein Wegweiser, der einem die Richtung anzeigt. Wenn der Stern ein Planet war oder vielleicht, wie manche vermuten, die Überlappung von zwei Planeten, sodaß er wirklich hell leuchtete, dann hat der Stern das Licht nicht aus sich selbst gehabt, sondern von der Sonne. Das Licht der Sonne hat er wiedergespiegelt. Die Sonne, die schon immer ein Symbol für Christus war. Weil der Stern von der Sonne angestrahlt wurde, deshalb leuchtet er. Er verkündet somit das Licht Christi. Die Sterndeuter haben also das Zeugnis des Sternes richtig verstanden. Er hat Zeugnis abgelegt für Christus. Zeugnis von der Erscheinung des Herrn. Der Herr ist auf dieser Welt erschienen und hat Licht in die Welt gebracht. Auch wir sollen solche Sterne werden und das Licht Christi ausstrahlen. Wir wollen für andere Wegweiser sein und für andere Menschen leuchten.
Irgendwie ist es erstaunlich wie sehr diese Evangeliumsstelle von den Weisen aus dem Morgenland die Herzen der Menschen ergriffen hat! Da tauchen plötzlich diese Männer aus dem Osten in Jerusalem auf. Sie berichten von einem Stern, der ihnen erschienen ist und ihnen geheimnisvoll die Geburt eines Königskindes in Judäa anzeigte. Herodes erschrak und mit ihm ganz Jerusalem. In der Schrift bei den Propheten konnten sie nachlesen, daß das alles stimmte, was die Magier sagten und fanden sogar den Ort. Sie wußten, daß es Bethlehem sein muß. Die Sterndeuter finden das Kind, huldigten ihm und dann verschwinden sie ebenso plötzlich wie sie gekommen sind. Was bleibt ist die schaurige Tat des Herodes, der die Kinder in Bethlehem grausam umbringen ließ, um sein Königtum zu retten. Das scheint alles recht merkwürdig, mußte sich aber unauslöschlich in den Menschen einprägen.

Die Geschenke der Sterndeuter waren Gold, Weihrauch und Myrrhe, denn sie hatten sich schließlich einen König vorgestellt. Wie mußten sie zuerst enttäuscht gewesen sein. In Jerusalem weiß man nichts genaues und erschrickt. Schließlich die arme Geburtsstätte und die armen Eltern. Aber letztendlich haben sie geglaubt. Sie fielen nieder und beteten an.
Auch das können wir von ihnen lernen. Die Anbetung, das Niederknien vor Gott. Das Sich Kleinmachen und die Ehrfurcht. Das Bewußtsein: Gott ist größer als ich und ich bin nicht würdig. Darum knie ich nieder und bete an.
Als letztes haben sie immer versucht die Stimme Gottes zu hören. Und auch als sie das Kind gefunden haben, spricht Gott im Traum zu ihnen, sie sollen auf einen anderen Weg zurückkehren. Sie haben gehorcht. Ich glaube, so muß es bei jedem Menschen sein. Wenn jemand Gott gefunden hat, dann kann er nicht mehr den selben Weg gehen wie vorher. Wenn jemand wirklich Jesus gefunden hat, wird er einen anderen Lebensweg weitergehen. Er wird die Frohbotschaft verkünden. Die Frohbotschaft, die auch der Stern ausgestrahtl hat und von der dieser Zeugnis gab. Die Frohbotschaft, die lautet. Gott ist Mensch geworden. Er wird sozusagen zu einem Stern, der den Weg weist, der Licht ins Dunkel bringt, der Licht in die Welt bringt, weil er den Weg zum Erlöser zeigt, weil er einem zum Retter und Heiland hinführt, zum Kind in der Krippe. Amen.

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